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Notdienst · auch nachts

Leckortung – versteckte Lecks finden, bevor großflächig geöffnet wird

Ein feuchter Fleck an der Wand, ein hoher Wasserverbrauch oder eine Wasseruhr, die sich bei geschlossenen Hähnen dreht: Irgendwo verliert eine Leitung Wasser, aber niemand sieht wo. Wir grenzen die Leckstelle mit akustischer Ortung, Tracergas, Thermografie und Feuchtemessung ein, sodass gezielt an einer Stelle geöffnet wird und nicht auf Verdacht.

  • Gesamtpreis vor Arbeitsbeginn
  • Anfahrt 39 € pauschal
  • Kostenlose Einschätzung am Telefon
  • Zahlung erst nach Erledigung
  • Eigene Mitarbeiter
  • Ankunft am Telefon abgestimmt
Leitungsortung mit Kamera und Messtechnik

Typische Anzeichen

  • Wasseruhr dreht sich, obwohl alle Hähne geschlossen sind
  • Feuchter Fleck oder Schimmel an Wand, Decke oder Sockelleiste
  • Boden fühlt sich an einer Stelle dauerhaft warm an
  • Heizung verliert Druck und muss ständig nachgefüllt werden
  • Deutlich gestiegener Wasserverbrauch ohne erkennbaren Grund
  • Wasser im Untergeschoss, Ursache unklar

Erste Eingrenzung: Trinkwasser, Heizung oder Abwasser?

Bevor ein Gerät zum Einsatz kommt, klären wir, aus welchem System das Wasser stammt. Der einfachste Test ist die Wasseruhr: Alle Zapfstellen schließen, Zählerstand notieren, eine Stunde warten. Läuft der Zähler weiter, verliert die Trinkwasserleitung Wasser. Bleibt er stehen, kommt das Wasser von woanders.

Bei der Heizung ist das Manometer am Kessel der Hinweis: Fällt der Druck regelmäßig ab und muss nachgefüllt werden, ist das Heizungsnetz undicht, oft in der Fußbodenheizung oder an einer Verschraubung im Estrich. Abwasserleitungen nässen nur, wenn Wasser durchläuft, also nach dem Duschen oder Spülen, und bleiben dazwischen trocken.

Nicht jede feuchte Wand ist ein Leitungsschaden. Undichte Silikonfugen, kapillar aufsteigende Feuchte, Kondenswasser oder eindringendes Regenwasser sehen ähnlich aus. Auch das grenzen wir ein, bevor wir eine Leitung verdächtigen.

Unsere Ortungsverfahren

Je nach Leitung, Baustoff und Lage kombinieren wir mehrere Verfahren:

  • Akustische Leckortung: Austretendes Wasser erzeugt unter Druck ein Geräusch. Mit Bodenmikrofon und Körperschallsensor hören wir es durch Estrich und Wand und folgen dem Pegel bis zur lautesten Stelle.
  • Tracergas: Die entleerte Leitung wird mit einem Wasserstoff-Stickstoff-Gemisch gefüllt. Das Gas tritt an der Leckstelle aus, steigt durch Estrich und Fliesen auf und wird mit einem Detektor an der Oberfläche aufgespürt. Geeignet, wenn das Leck zu leise für die Akustik ist.
  • Thermografie: Die Wärmebildkamera zeigt den Verlauf warmer Leitungen und die Stelle, an der sich warmes Wasser im Boden ausbreitet. Ideal bei Fußbodenheizung und Warmwasserleitungen.
  • Feuchtemessung: Mit kapazitiven und Widerstandsmessgeräten kartieren wir, wie weit die Feuchte in Wand und Boden reicht, und finden den Punkt mit den höchsten Werten.

Dazu kommen Endoskop und Druckprüfung einzelner Stränge. Das Ergebnis ist eine Markierung an der Oberfläche, nicht ein ungefährer Bereich.

Was Sie vorab tun können

Tritt sichtbar Wasser aus oder läuft die Wasseruhr deutlich, schließen Sie den Hauptabsperrhahn, um den Schaden zu begrenzen. Bei einem langsamen Leck, das nur einen feuchten Fleck verursacht, ist das nicht zwingend, aber es schadet nicht.

Notieren Sie den Zählerstand mit Uhrzeit und noch einmal nach einigen Stunden ohne Wasserverbrauch. Machen Sie Fotos von den feuchten Stellen und beobachten Sie, ob sie sich nach dem Duschen, Spülen oder Heizen verändern. Diese Hinweise verkürzen die Suche erheblich.

Bitte stemmen Sie nicht auf Verdacht auf. Jede Öffnung an der falschen Stelle ist ein Schaden mehr und verändert die Messbedingungen. Lassen Sie den Bereich zugänglich: Teppiche, Möbel und Sockelleisten im Umkreis der feuchten Stelle beiseite, damit wir messen können. In Mietwohnungen informieren Sie die Hausverwaltung, da die Ursache oft in der Wohnung darüber liegt.

Vom Befund zur Reparatur

Steht die Leckstelle fest, markieren wir sie an der Oberfläche und dokumentieren die Messwerte. Sie entscheiden, ob wir die Reparatur direkt übernehmen. In den meisten Fällen machen wir das: Wir öffnen an der markierten Stelle so klein wie möglich, legen die Leitung frei, tauschen das defekte Stück aus und prüfen die Verbindung unter Druck.

Bei Fußbodenheizungen wird das Rohr an der Schadstelle freigelegt und mit einer Pressverbindung repariert. Bei Abwasserleitungen in der Wand ersetzen wir das undichte Stück oder die Muffe und machen eine Dichtheitsprüfung.

Anschließend muss der Bereich trocknen, bevor Estrich, Fliesen oder Putz geschlossen werden. Wir sagen Ihnen, ob dafür eine technische Trocknung nötig ist. Was wir nicht tun: Fliesen neu verlegen oder Wände streichen. Dafür geben wir Ihnen eine saubere Grundlage mit einer Öffnung, die so klein ist, wie es die Reparatur erlaubt.

Dokumentation für die Versicherung

Bei Leitungswasserschäden fragt die Versicherung, wo das Wasser herkam und wie die Leckstelle gefunden wurde. Unser Ortungsbericht beantwortet das: welche Verfahren eingesetzt wurden, welche Messwerte sich ergaben, wo die Leckstelle liegt und welche Leitung betroffen ist. Dazu Fotos vor und nach der Öffnung.

Viele Gebäudeversicherungen übernehmen die Kosten der Leckortung als Teil der Schadenfeststellung, wenn ein versicherter Leitungswasserschaden vorliegt. Ob das bei Ihnen der Fall ist, steht in Ihren Versicherungsbedingungen; eine Zusage können wir nicht geben. Wir stellen die Unterlagen so zusammen, dass die Versicherung sie direkt verwenden kann.

Für Hausverwaltungen ist der Bericht außerdem die Grundlage, um zu klären, ob der Schaden im Gemeinschaftseigentum oder in einer Wohnung entstanden ist und wer die Folgekosten trägt.

Ablauf

So läuft die Arbeit ab

Sie wissen vor der Anfahrt, was passiert – und vor der Arbeit, was es kostet.

Anruf und erste Eingrenzung

Sie beschreiben uns, was Sie beobachten: Fleck, Wasseruhr, Heizungsdruck. Wir sagen Ihnen, ob Sie absperren sollten und welche einfachen Tests Sie bis zu unserem Termin machen können.

Systemprüfung und Gesamtpreis

Vor Ort prüfen wir, welches System Wasser verliert, und legen fest, welche Verfahren wir einsetzen. Dann nennen wir Ihnen den verbindlichen Gesamtpreis für die Ortung, bevor wir messen.

Ortung und Markierung

Mit Akustik, Tracergas, Thermografie und Feuchtemessung grenzen wir die Leckstelle ein und markieren sie an der Oberfläche. Sie sehen die Messergebnisse und erhalten den Ortungsbericht.

Reparatur und Nachweis

Auf Wunsch öffnen wir an der markierten Stelle, reparieren die Leitung und prüfen sie unter Druck. Fotos und Bericht gehen an Sie oder Ihre Versicherung. Bezahlt wird nach Erledigung.

Häufige Fragen

Häufig gefragt zu Leckortung

Wie finden Sie ein Leck unter Fliesen, ohne alles aufzustemmen?

Mit Messverfahren, die durch Estrich und Fliesen hindurch arbeiten. Die Akustik hört das Austrittsgeräusch, Tracergas steigt durch kleinste Fugen nach oben und wird mit dem Detektor gefunden, die Wärmebildkamera zeigt warme Leitungen und Feuchtemessgeräte den Punkt mit der höchsten Durchfeuchtung. Das Ergebnis ist eine Markierung auf den Fliesen. Dort wird geöffnet, und nur dort.

Was ist Tracergas und ist es gefährlich?

Ein Gemisch aus wenig Wasserstoff und viel Stickstoff, das als Prüfgas im Handel ist. In dieser Mischung ist es nicht brennbar, ungiftig und geruchlos. Es ist leichter als Luft, tritt an der Leckstelle aus und steigt durch Estrich und Fliesen auf, wo wir es mit einem empfindlichen Detektor aufspüren. Nach der Prüfung wird die Leitung gespült und normal weiter genutzt.

Kann das Leck auch in der Fußbodenheizung liegen?

Ja, das kommt regelmäßig vor. Typische Hinweise sind Druckverlust an der Heizung, eine Stelle im Boden, die dauerhaft wärmer ist als die Umgebung, oder Feuchte, die ohne Zusammenhang mit Wasserverbrauch auftritt. Mit Thermografie sehen wir den Verlauf der Heizschleifen und die Stelle, an der sich warmes Wasser ausbreitet. Die Reparatur erfolgt über eine kleine Öffnung im Estrich.

Was passiert, wenn Sie kein Leck finden?

Dann ist das Ergebnis trotzdem ein Befund: Die untersuchten Leitungen sind dicht und die Feuchte hat eine andere Ursache, etwa Kondenswasser, eine undichte Fuge, aufsteigende Feuchte oder Regenwasser von außen. Wir sagen Ihnen, was wir ausgeschlossen haben und wo Sie weitersuchen sollten. Oft ist die Ursache damit schon klar, nur eben keine Leitung.

Ist der nasse Fleck vielleicht gar kein Rohrleck?

Das ist häufiger, als man denkt. Undichte Silikonfugen in der Dusche, eine lose Fliese, Spritzwasser hinter dem Waschbecken, Kondensat an kalten Leitungen oder Regenwasser, das über ein Fensterbrett eindringt, nässen Wände genauso. Deshalb beginnen wir mit der Eingrenzung: Wasseruhr, Heizungsdruck, Zeitpunkt des Auftretens. Erst wenn eine Leitung wahrscheinlich ist, setzen wir die Ortungsgeräte ein.

Übernimmt die Versicherung die Leckortung?

Viele Wohngebäudeversicherungen zahlen die Ortung als Teil der Schadenfeststellung, wenn ein versicherter Leitungswasserschaden vorliegt. Das steht in Ihren Vertragsbedingungen, und eine Garantie dafür können wir nicht geben. Melden Sie den Schaden vorab und fragen Sie nach. Unser Ortungsbericht mit Messwerten, Fotos und Befund ist so aufgebaut, dass die Versicherung ihn direkt verwenden kann.

Akut? Bitte direkt anrufen.

Bei austretendem Wasser, Rückstau oder komplett verstopftem WC ist der Anruf der schnellste Weg. Formular und E-Mail sind für planbare Anliegen.

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